i-Punkt /Familientreffpunkt international Interkulturelle Begegnung, Bildung, Beratung und Förderung von Eigeninitiative / Hilfe zur Selbsthilfe
„i" wie „international" Angebote für Menschen aller Nationalitäten und Ethnien, die in Kassel und Umgebung leben.
„i" wie „interkulturell" der i-Punkt nimmt die Menschen der verschiedenen Nationalitäten in ihrer jeweiligen ethnischen, kulturellen sowie religiösen Prägung ernst und will Austausch ermöglichen durch Begegnung, Bildung, Beratung. Dies setzt voraus, dass Zugewanderte nicht unter sich bleiben, sondern auch Deutschen begegnen, gemeinsam und mit Deutschen zusammen lernen, sich austauschen, voneinander erfahren, kreativ sind, sich sportlich betätigen, kochen, einen Garten bestellen oder zur Wochenendfreizeit fahren. Dazu gehört, dass deutsche und zugewanderte Kinder sich gegenseitig bei den Hausaufgaben helfen oder zusammen am Computer arbeiten, im Spielkreis neue Freundschaften schließen.
„i" wie „Integration" meint Sprachlerngruppen, Kommunikationskurse und Gesprächskreise sowie weitere Bildungsangebote (PC-Lerngruppen, Internetcafé), individuelle Beratung und Begleitung, die helfen sollen sich in Deutschland zu beheimaten. Dies alles aber nicht als einseitige Anpassung unter Verzicht auf die eigene Kultur, sondern mit der Zielsetzung, dass die Begegnung der Kulturen zur gegenseitigen Bereicherung führt.
„i" wie „Individuum" Im i-Punkt wird erlebt, dass sich nicht kollektiv Nationen und Kulturen begegnen, sondern Menschen, Frauen mit sehr individueller Biografie und gegenwärtiger Situation: Flüchtling aus dem Kosovo oder deutsche Studentin, Asylsuchende aus Afghanistan oder Russlanddeutsche, arabische Frau eines ägyptischen Geschäftsmannes oder zum Islam konvertierte deutsche Frau eines Libanesen, türkische Rentnerin, seit 30 Jahren in Deutschland, deutsche Rentnerin mit Interesse an multikultureller Vielfalt oder Eritreerin mit deutscher Staatsbürgerschaft - die Unterschiede der Individuen sind so groß wie selten. Sie sollen im i-Punkt nicht übergangen werden, sondern zur Geltung kommen.
Tolerante, sensible Kommunikation, individuelle Beratung und Begleitung, Förderung von Eigeninitiative und gegenseitige Unterstützung, das sind Prinzipien, die die Arbeit des i-Punkt prägen.
Konsequenz eines solchen Ansatzes: Das Programm ist bunt, die Angebotspalette vielfältig. Über 40 Veranstaltungen weist das Jahresprogramm aus, vom regelmäßigen Sprachkurs „Deutsch als Fremdsprache", aber auch „Muttersprachlicher Unterricht Persisch", bis zum besonderen Frauenfest, von der Hausaufgabenhilfe für Kinder bis zur persischsprachigen Familienberatung, vom Lauftreff bis zum Internationalen Gartenprojekt.
Begegnung der Religionen und Kulturen Die Begegnung der Nationalitäten erfordert Offenheit und Toleranz, selbstverständlich auch in der Begegnung der Religionen. Im i-Punkt treffen tagtäglich eine Vielzahl von Menschen unterschiedlichster nationaler und religiöser Herkunft aufeinander.
Immer wieder stellt sich in der täglichen Arbeit die Frage: Wie sehr bewegen wir uns aufeinander zu? Wie viel gestatten wir uns in der Begegnung selber oder gegenseitig? Wie viel an gegenseitiger Rücksíchtnahme ist notwendig und möglich? Auch für uns als Mitarbeiterinnen stellt es oft eine große Herausforderung dar, moderierend, beratend, solidarisch und tolerant zu sein, gleichzeitig unsere Position zu vertreten, aber immer wieder auch neutral zu sein.
„Deutsch als Fremdsprache" - Sprache lernen und verstehen als Grundvoraussetzung für den Neuanfang. Ein zentraler Punkt der Arbeit im i-Punkt sind u.a. die Spachlerngruppen für zugewanderte Frauen, konzipiert als sozialpädagogisches Hilfeangebot zur Ermöglichung der Alltagskommunikation und Förderung von Integrationsprozessen durch Spracherwerb.
Es entspricht dem Konzept des ganzheitlichen Lernens, dass die Sprachlerngruppen umgeben und vernetzt sind von und mit allen anderen Angeboten des i-Punkt.
Das Jahresprogramm erscheint jeweils im März und ist im i-Punkt Büro erhältlich bzw. kann auf Anfrage zugeschickt werden.
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